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Raubtiere
Im Zoo Landau wird den Fans der "Raubtiere" einiges geboten, wenngleich die Bezeichnung "Beutegreifer"
für die genannte Tiergruppe zutreffender ist.
Neben den zu den Robben bzw. Wasserraubtieren zählenden Seebären, werden zur Zeit vier Vertreter der Großkatzenartigen
im Zoo gehalten. Nach dem altersbedingten Tod der beiden bekannten schwarzen Leoparden oder auch Panther "Sheila" und
"Shogun" in hohem Alter von 22 und 23 Jahren, nutzt unser stattliches Jaguar-Männchen "Basti" die gesamte Raubtieranlage.
Er beobachtet gerne aufmerksam seine Umgebung oder "kämpft" um sein Futterfleisch, welches er sich
bei uns hart "erarbeiten" muss.
Nebenan leben die Nordluchse mit ihren auffälligen 'Pinselohren'. Einige wenige wilde Vertreter unserer Europäischen
Luchse sind inzwischen wieder im Pfälzer Wald und den Nordvogesen verbreitet.
Die bei der Jagd schnellsten Landraubtiere der Welt, die Geparden, bewohnen an einem Hang gelegene
Freianlagen, die die für die Zucht notwendige vorübergehende Trennung der Partner zulassen. Seit Mai 2006
wird im Zoo Landau, als nur einem von vier Zoos in Europa, die seltene Unterart des Nordostafrikanischen bzw.
Sudan-Geparden (A. j. soemmeringii) gehalten. Entsprechend moderner Erkenntnisse über die Zucht dieser eleganaten Jäger, werden
die Tiere ohne direkten Blick- und Geruchskontakt getrennt von einander gehalten. Nur für gezielte Paarungsversuche werden
die Tiere zusammengeführt.
Entlang alter Fortmauern erstreckt sich mit 7.000 qm die einstige Bärenanlage des Zoos, die mit dem alterbedingten Versterben des
letzten Braunbären 'Jonny' in Sommer 2009 eine neue Besetzung erhielt. Seit Ende Januar 2010 werden nach einigen notwendigen Umbaumaßnahmen die
im Freiland kritisch bedrohten Sibirischen oder Amur-Tiger gehalten. Unser derzeitiges Geschwisterpaar wurde Ende 2007 im österreichischen Zoo
Schmiding geboren und im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) im Zoo Landau eingestellt. Nach einem Austausch von Kater oder
Katze könnte zukünftig eine Nachzucht dieser äußerst imposanten Großkatzen im Zoo Landau erfolgen.
Zu den 'Hundeartigen' gehören auch die possierlichen Fenneks oder Wüstenfüchse, die von allen Tierarten
die größten Ohren im Verhältnis zur Körpergröße besitzen.
Als sog. 'Schleichkatzenartige' bewohnen Gruppen von Erdmännchen und die Zebramangusten eigene Anlagen
mit Verstecken, in die sich die Tiere blitzartig zurückziehen, sobald einer der Wachposten eine Gefahr
meldet.
"Raubtiere zum Streicheln" sind die Frettchen der Arten- und Tierschutzschule Landau.
Wer Interesse daran hat die niedlichen Iltisverwandten aus der Nähe kennen
zu lernen, der kann seinen nächsten Geburtstag im Zoo Landau feiern oder sich für den Unterricht der
Zooschule anmelden.
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