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CO2-neutraler Zoo Landau
Unter dem Motto: „Taten statt warten!“ startete der Zoo Landau in der Pfalz im Zeichen der globalen Klimaproblematik als wohl
erste Freizeit-, Kultur- und Bildungseinrichtung in Rheinland-Pfalz ein ambitioniertes und innovatives Projekt
„CO2-neutraler Zoo Landau“. Ziel ist dabei die CO2- Neutralität im Rahmen des Gesamtbetriebs.
Erste Ergebnisse und Zukunftsvisionen wurden am 21.11.2007 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Beisein der
rheinland-pfälzischen Umweltministerin Margit Conrad vorgestellt.
Der Ausstoß von CO2 z.B. im Zuge der Verbrennung fossiler Brennstoffe gilt als einer der wichtigen Faktoren für die
voranschreitende globale Erwärmung, die inzwischen unter Experten als eine der größten lebensbedrohlichen Herausforderungen
der Menschheit unstrittig ist. Um das Ziel einer CO2-Neutralität möglichst schnell erreichen zu können, suchte sich der
Zoo Landau verschiedene fachkompetente Kooperationspartner:
In einem ersten Schritt wurden sämtliche CO2-Emissionen, die der Zoo Landau im Rahmen seines Betriebs verursacht,
näherungsweise ermittelt. Bilanziert wurde dabei nicht etwa nur der reine Strom- oder Gasverbrauch des Zoos, sondern
sämtliche CO2-erzeugenden Aktivitäten in und um den städtischen Betreib. So wurden u.a. auch die durch die Anreise der
Zoobesucher oder die Anlieferung von Futtermitteln entstehenden CO2-Emissionen erfasst und in Modellberechnungen einbezogen.
Derzeit werden Konzepte zur mittel- und langfristigen CO2-Minderung erarbeitet. Erste Schritte wurden bereits unternommen.
Fachlich beraten durch die Arbeitsgemeinschaft „PAMINA-Solar“ wurden z.B. jüngst auf den Dächern der Zooschule Landau
Fotovoltaikanlagen installiert. Auch schon längerfristig spielen Überlegungen zur Emissionsminderung durch
Energieeinsparungen beim Bau und der Sanierung etlicher Stall- und Wirtschaftsgebäude z.B. in Holzbauweise eine wichtige Rolle.
Doch nicht nur Energieeinsparungen im laufenden Betrieb finden Beachtung, sondern auch Aspekte wie die Nutzung regionaler
Rohstoffe und Baumaterialien und die Auftragsvergabe an regionale Handwerksbetriebe. So besteht auch diesbezüglich eine
enge Zusammenarbeit mit dem Forstamt Haardt zur Lieferung von Bau- und Dekorationsholz aus dem Landauer Stadtwald. Auch der
Baustoff Beton wird kritisch betrachtet, da z.B. die Herstellung von einem Kubikmeter Beton genauso klimaschädlich
einzustufen ist wie eine 1000 Kilometer lange Fahrt eines PKW.
Neben der geplanten Nutzung weiterer geeigneter Dachflächen für Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen wird die mögliche
Umstellung des Betriebsfahrzeugs des Zoos auf Pflanzenöltreibstoff (aufbereitetes Fritieröl) geprüft.
Das Forstamt Haardt ist u.a. in der Ausweisung CO2-kompensierender Waldflächen und die Ausweitung der stofflichen Verwertung
von Holz in der Region ein weiterer besonders wichtiger Projektpartner. Im Zuge des Projektvorhabens zeichnet sich eine
herausragende Bedeutung regionaler Wälder im Rahmen der Diskussion um bundesweite CO2-Bilanzierungen ab.
Möglicherweise kann das Forstamt auch hinsichtlich Wiederaufforstungsmaßnahmen im Rahmen der vom Zoo Landau unterstützten
internationalen Arten- und Naturschutzprojekte beraten und vermitteln. Synergien zwischen Forstamt und Zoo sollen demnächst
für die Öffentlichkeit durch Ausweisung eines umwanderbaren 70 ha großen „Zoowald“ greifbar dargestellt werden.
Verstärkte Bemühungen zielen auch auf Kooperationen im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs um außerdem mittel- und
langfristig die Bilanz zu verbessern. Immerhin reisen rund 90% der jährlich über 200.000 Besucher aus der näheren und
weiteren Umgebung von Landau an. Ein großer Teil davon, leider noch, mit dem PKW.
Neu ist auch, dass zukünftig Studierende der Universität Koblenz-Landau, Abt. Landau, Fachbereich Umweltwissenschaften in
Zusammenarbeit mit dem Institut für ökologische Betriebswirtschaft (IöB) in die Beratungstätigkeit für den Zoo Landau und
die Umsetzung weiterer Kompensationsmaßnahmen eingebunden werden.
In der Zooschule Landau laufen Planungen zu neuen Unterrichtseinheiten zu den Themen „zukunftsfähige Energienutzung“ und
„nachhaltige Lebensstile“.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter:
http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt
http://www.mufv.rlp.de/service/presse/artikel/aktuelles/klimaschutz
http://www.metropolsolar.de
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Projektstart mit Ministerin

Ministerin Margit Conrad

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