Aktuelle Geburten
Hurra, wir sind da ... !
Große Freude über Flamingoküken
Aktuell dürfen wir uns nach zwei Mitte August geschlüpften und handaufgezogenen Flamingoküken über vier weitere Küken freuen, die von ihren Eltern auf der Außenanlage großgezogen werden. Die bisher brutunerfahrenen Vögel entpuppten sich als vorbildliche Eltern, und den vier putzmunteren Küken kann man buchstäblich beim Wachsen zuschauen. Langsam färbt sich das samtweiche Jungtiergefieder von schneeweiß zu grau, die Beine von rosa zu schwarz, und auch die kleinen Schnäbel, die anfangs gerade sind, entwickeln langsam den für Flamingos typischen Knick. Außerdem freuen wir uns im Huftierrevier über ein männliches Jungtier bei den Prinz-Alfred-Hirschen, das am 5. September geboren wurde. Dieses Kälbchen ist die dritte Nachzucht des aktuellen Zuchtpaares hier in Landau.
"Räuberischer" Nachwuchs
Nach den vielen erfreulichen Geburtenmeldungen aus dem Affen- und Huftierrevier in den letzten Wochen und Monaten freuen wir uns aktuell über ganz besonderen Nachwuchs bei den Raubtieren – und zwar „zu Wasser und zu Lande“. Das fünfjährige Südamerikanische Seebärenweibchen BONITA brachte in der Nacht zum 10. Juni ein gesundes Jungtier zur Welt! Sie kümmert sich vorbildlich, das weibliche Jungtier hat sehr guten Appetit und inzwischen schon ordentlich an Gewicht zugelegt. Seebärenjungtiere kommen mit einem Babyfell zur Welt, was nicht wasserabweisend ist. Im Wasser durchnässt es bis zur Haut, was zu Unterkühlung führen kann, und da auch das Schwimmen erst gelernt werden muss, werden Mutter und Jungtier bis zum Fellwechsel der kleinen BUBUNA in einem Absperrgehege gehalten. Bonita wird täglich mehrere Stunden zum Schwimmen zur Gruppe ins große Becken gelassen. Auch im Freiland würde die Mutter das Jungtier zur Nahrungssuche alleine lassen, so dass ihre Abwesenheit für das Jungtier ganz natürlich ist.
Zu den absoluten Publikumslieblingen im Zoo gehören die Erdmännchen, und auch hier dürfen wir uns erneut über gleich vierfachen Nachwuchs freuen. Am 14. Juni machten sich die Kleinen durch ihr Piepsen bemerkbar. Inzwischen sind die Jungtiere, gut bewacht von Vater TIMON und umsorgt von Mutter, Großmutter und drei Geschwistern aus dem Jahr 2009, auch für unsere Besucher auf der Außenanlage zu sehen.
Weiterer erfreulicher Nachwuchs im Huftierrevier
Momentan scheint es keine Woche zu geben, in der wir uns nicht über neuen Nachwuchs freuen dürfen. Nach Kängurus, Zwergseidenaffen, Klammeraffen, Kattas und Gnus war die Dromedarstute SALOME die nächste und brachte am frühen Vormittag des 9. Juni ein gesundes Hengstfohlen zur Welt. Es ist Salomes achtes Fohlen, momentan lebt auch noch ihr im März 2010 geborenes Stutfohlen JAQUELINE mit im Zoo Landau. Sie und ihre im Januar 2010 geborene Halbschwester SAMIRA beäugten den Nachwuchs bereits kurz nach der Geburt sehr neugierig, inzwischen ist das Fohlen schon sicher auf den Beinen und kann mit den beiden Schwestern die Anlage erkunden. Das momentan einzige Jungtier in der „Wohngemeinschaft“ der Watussirinder und Pinselohrschweine ist ein männliches Watussikälbchen, das in der Nacht zum 20. Juni auf die Welt kam. Es ist das vierte Kalb der Kuh DOREEN und das erste Jungtier unseres Bullen BULLY II, der seit März 2010 im Zoo Landau lebt.
Zuwachs auf der Afrikaanlage - ein Gnukälbchen
Nachwuchs gibt es seit Ende Mai 2011 bei den Südlichen Streifengnus im Zoo Landau in der Pfalz zu vermelden. Überraschend kam dieser indes nicht. Schwere, runde Bäuche bei den beiden Kühen „Blacky“ und „Blondy“ hatten baldigen Nachwuchs bereits angekündigt. Blacky macht mit einem strammen Bullenkalb den Anfang. Das Kälbchen kam tagsüber auf der Afrikaanlage zur Welt, so dass unsere Zoobesucher Augenzeuge der Geburt werden konnten und miterleben durften, wie agil, lauf- und sprunggewaltig ein Gnu bereits wenige Minuten nach seiner Geburt ist. Im natürlich Lebensraum ist es überlebenswichtig für ein Jungtier, nach der Geburt sofort aufstehen und mit der Herde mitziehen zu können, um nicht zur leichten Beute für allerlei Feinde zu werden. Auch sind die Geburten einer Gnuherde zeitlich immer stark synchronisiert, so dass in der Wildbahn die Überlebenschancen für jedes einzelne Junge in der Herde steigen.
Babyboom im Affenrevier
Passend zum Jahresthema rund um die bedrohten (Menschen-) Affen ist im Affenrevier ein wahrer „Babyboom“ zu verzeichnen. Den Anfang machten die Braunkopfklammeraffen mit der Geburt der kleinen CARINA am 6. April, die sich prächtig entwickelt. Am 25. April überraschten uns dann die Zwergseidenaffen mit Nachwuchs. Nicht überraschend war allerdings, dass sich, wie schon in den Jahren zuvor, die beiden Löwenaffen, die in einer Gemeinschaftshaltung mit den Zwergseidenaffen leben, wieder sehr für den Nachwuchs interessieren und diesen häufig mit sich herumtragen. Da LIZA und PASCAL den winzigen Kerl (noch unbekannten Geschlechts) zum Trinken aber regelmäßig seiner Mutter zurückgeben, dulden die echten Eltern (und das Zoomanagement) die Elterngefühle der beiden. Sehr erfreut sind wir auch über ein Jungtier bei den Kattas. Da wir die fünfköpfige Gruppe erst im Oktober letzten Jahres vom Zoo Salzburg übernommen haben, handelt es sich hier um die Erstnachzucht im Zoo Landau. In Menschenobhut sind Zwillingsgeburten bei Kattas nicht selten, im letzten Jahr hatte das Muttertier auch Zwillinge zur Welt (und mit nach Landau) gebracht, in diesem Jahr ist nur ein Jungtier zu beobachten, was schnell wächst und gedeiht und inzwischen auch schon anfängt, den schützenden Platz am Bauch der Mutter zu verlassen, um auf ihrem Rücken mitzureiten. Schön zu beobachten ist, wie sehr sich die Geschwister des Kleinen (Geschlecht ebenfalls noch nicht bekannt) für das Jungtier interessieren. Am 9. Mai brachte außerdem das 1994 in Landau geborene Braunkopfklammeraffenweibchen TUJA ihr inzwischen viertes Jungtier zur Welt. Die erfahrene Mutter kümmert sich vorbildlich um das kleine Mädchen, das noch etwas zerknautscht in die Welt schaut, aber kräftig und gesund ist. Zwar kein Primat aber trotzdem im Affenhaus beheimatet, freuen wir uns außerdem über den Schlupf von zwei Madagaskar-Taggeckos, die am 6. Mai aus ihren Eier schlüpften.
Nachwuchs bei den Kängurus erkundet das Gehege
Auf der begehbaren Anlage unserer Bennettkängurus können Besucher seit einigen Wochen den jüngsten Neuzugang entdecken. Inzwischen unternimmt das kleine Känguru regelmäßige Ausflüge aus dem Beutel der Mutter.
Der erste Nachwuchs des Jahres 2011
In den letzten Wochen gab es zahlreichen erfreulichen Nachwuchs zu vermelden. Den Anfang machten in diesem Jahr eine bunte Schar frecher afrikanischer Zwergziegen und je ein schwarzes und ein weißes Quessant-Schäfchen, die inzwischen laut blökend den Streichelzoo bevölkern. Im Vogelrevier waren sowohl die Humboldtpinguine als auch die Flötenvögel früh dran mit der Brut, und wir freuen uns über zwei gesunde, kleine Pinguine und einen kleinen Flötenvogel, der schon keck seinen Kopf aus dem Nest streckt. Streng genommen war die Erstgeburt des Jahres 2011 ein Bennettkänguru, da dies aber unbemerkt vonstatten geht, wurde der Nachwuchs dort erst durch Bewegungen und Ausbeulungen im Beutel der Mutter Anfang März gesichtet. Inzwischen ist das kleine Känguru für etwas geduldige Besucher zu sehen – häufig streckt es sein Köpfchen oder auch mal einen Hinterfuß aus dem Beutel. Sehr erfreut war man im Affenhaus über Nachwuchs bei unseren Braunkopfklammeraffen. Das Weibchen Tina brachte am 6. April ohne Probleme ihr inzwischen drittes Jungtier zur Welt. Da das kleine Weibchen am Geburtstag seiner Pflegerin zur Welt kam, wurde es kurzerhand auf deren Namen Carina getauft. Ihre Mutter passt natürlich gut auf die Kleine auf und trägt sie vor ihrem Bauch, dem aufmerksamen Besucher dürfte das kleine Affenkind aber nicht entgehen.
Erstnachzucht bei den Krötenkopfschildkröten
Eine große Überraschung in Form einer sehr kleinen Schildkröte erlebten die Tierpfleger im Warmhaus am Morgen des 27. Dezember 2010. In der Flachwasserzone des Schildkrötenbeckens schwamm eine kleine Krötenkopfschildkröte herum. Unbemerkt war das Jungtier in der Anlage geschlüpft. Das aktuelle Paar der Krötenkopfschildkröten (Mesoclemmys nasutus) war Ende 2009 aus unserem Männchen, das ursprünglich aus dem Zoo Frankfurt stammt, und einem Weibchen, das von Privat bei uns eingestellt wurde, neu zusammengestellt worden, und es gelang jetzt zum ersten Mal im Zoo Landau die Nachzucht dieser Schildkrötenart. Ihren Namen erhielt die Art durch ihren auffällig breiten, an einen Frosch erinnernden Kopf. Dieser wird bei Gefahr übrigens nicht nach hinten eingezogen, sondern s-förmig, seitlich unter den schützenden Panzer gelegt (Halswenderschildkröten). Krötenkopfschildkröten leben in langsam fließenden Gewässern, Tümpeln und Sumpfgebieten im nördlichen Südamerika. Sie gehen vorwiegend nachts und in der Dämmerung auf die Jagd nach Fischen, Schnecken, Würmern und anderen Wassertieren. Unser jüngster Nachwuchs kriegt augenblicklich jedoch noch leicht zu erbeutende Nahrung wie Mehlkäferlarven, Bachflohkrebse und zerkleinerte Fischstückchen.
Weitere erfreuliche Zuchterfolge im Vogelrevier
Von den sehr erfreulichen Nachzuchterfolgen bei den Flötenvögeln und den Blauflügelkookaburras wurde ja bereits berichtet. Die guten Nachrichten aus dem Vogelrevier reißen jedoch nicht ab. Als hätten sich die Kookaburra-Elternvögel gedacht, „wir können das auch selbst“, ist vergangene Woche ein weiteres Küken geschlüpft, das diesmal von den Eltern versorgt wird. Außerdem gibt es gleich sechsfachen Nachwuchs bei den Amazonasenten und zwei Zöglinge bei den regelmäßig brütenden Witwenpfeifgänsen. Nachdem im vergangenen Jahr zwei Küken der Abdimstörche per Hand aufgezogen wurden, funktioniert die Aufzucht eines Kükens in diesem Jahr bei den Eltern reibungslos! Für den kleinen, auch Regenstorch genannten afrikanischen Verwandten unseres Weißstorchs gibt es bereits Anfragen von Zookollegen. Sehr begehrt in anderen Zoos sind außerdem die Küken der Rosalöffler, bei denen momentan bereits neun Tiere geschlüpft sind. Weitere 22 Eier werden augenblicklich noch bebrütet. Da die Löfflerküken per Hand aufgezogen werden müssen, bedeutet dies für das Vogelrevier eine Menge zusätzlicher Arbeit, auch wenn die beiden ältesten Tiere ihr Futter schon selbständig aus der Schüssel fressen. Die Löffler entwickeln sich zwar auch mit erstaunlicher Geschwindigkeit und sind nicht „mäkelig“ bei der Flaschenfütterung, sie haben aber die Angewohnheit während der Mahlzeit öfter mal ein Schläfchen einzulegen, was die Fütterungen natürlich in die Länge zieht. Ganz besonders erfreulich ist außerdem noch die Nachzucht einer Ecuadoramazone, die am 14. Juli geschlüpft ist und erfolgreich von ihren Eltern aufgezogen wird. Hierbei handelt es sich um die Erstnachzucht dieses bedrohten Papageien im Zoo Landau! Zu den beliebtesten Fotomotiven in diesen Tagen zählen die mit ihren Müttern im Zoo frei umherlaufenden Pfauenküken. Drei unserer Hennen haben zu unterschiedlicher Zeit gebrütet, so dass Mini-Pfauen in verschiedenen Ausgaben im Zoo unterwegs sind, sehr zu Freude von kleinen und auch großen Besuchern! Auch in diesem Jahr haben außerdem wieder freifliegende Weißstörche auf dem Horst auf der großen Zoowiese gebrütet. Drei Küken haben sich zu stattlichen Jungstörchen gemausert, zwei sind schon ausgeflogen, das dritte Tier spaziert noch im Zoo herum. Die Tiere werden von der „Aktion Pfalzstorch“ überwacht und untersucht und haben vor einigen Wochen ihre Ringe erhalten, die sie identifizieren. Von den Kollegen wissen wir, dass seit drei Jahren das gleiche Storchenpaar zum Brüten in den Zoo kommt.
Erstnachzucht bei den Blauflügel-Kookaburras
Am 17. Juni ist ein Küken bei den Blauflügel-Kookaburras geschlüpft. Dies ist besonders erfreulich, da es sich um die Erstzucht im Zoo Landau handelt. Da die Elterntiere in der Vergangenheit häufig nachlässig mit ihren Eiern umgegangen sind, wurde das Ei künstlich bebrütet und das Küken jetzt per Hand aufgezogen. Zunächst war das Küken mit einem Gewicht von 23 Gramm zwar nur eine „halbe Portion“, für das Vogelrevier bedeutet der kleine Kerl aber doppelten Einsatz! Insgesamt sechs mal täglich, das letzte Mal um 19 Uhr abends, bekommt das Küken einen Brei bestehend aus Herzmuskelfleisch, Katzenfutter, Insektenschrot und frisch gehäuteten Mehlkäferlarven mit einer Pinzette gefüttert. Bis es die Nahrung der Elterntiere, Mäuse, Fisch und Insekten, selbständig aufnehmen kann, wird es sicherlich noch einige Wochen dauern, das Küken wird aber nach und nach an feste Nahrung und Futtertiere herangeführt. Trotz des vermehrten Aufwands macht es dennoch Freude, dem Küken beim Wachsen und seiner zügigen Entwicklung zuzuschauen. Mit knapp drei Wochen sprießen die ersten Federn, und es hat sein Gewicht fast verzehnfacht! Einmal ausgewachsen wird der auch Haubenliest genannte Blauflügel-Kookaburra (Dacelo leachii) etwa 40 Zentimeter groß und über 300 Gramm schwer werden. Damit gehört er zu den größten Vertretern der bekannten Familie der Eisvögel. Unter Zoobesuchern bekannter als die im Zoo Landau gehaltene Art ist der nah verwandte Jägerliest (Dacelo novaeguineae), der aufgrund seines lachenden Rufs auch „Lachender Hans“ genannt wird. Beide Liestarten sind in Australien zu Hause, der Blauflügel-Kookaburra im Norden und Nordwesten, der Lachende Hans im Osten und Südosten des Kontinents.
Aktualisiert (Mittwoch, 28. September 2011 um 11:57)


