1. Affen- & Warmhaus

Schimpansin Gerti beobachtet immer ganz genauDas Affen- und Warmhaus des Landauer Zoos wurde in seiner ursprünglichen Form bereits 1963 erbaut. Im Jahr 2001 wurden zahlreiche Umgestaltungen und Erweiterungen abgeschlossen. Viele unterschiedliche Affenarten bewohnen seitdem die naturnah gestalteten, großzügigen Gehege. Zu den größten Vertretern gehören unsere drei Schimpansen, wobei "Susi" sogar schon über 50 Jahre alt ist. Am 22.12.2009 verstarb im sehr hohen Alter von 56 Jahren unser bekannter Schimpansenmann "Fips".

Das Schwinghangeln ist eine Stärke der GibbonsDie aus den tropischen Regenwälder Südostasiens stammenden Weißhandgibbons sind nicht nur durch ihre lautstarken "Duettgesänge", welche sie auch in unserem Zoo regelmäßig erschallen lassen, besonders interessante Pfleglinge. Beindruckend ist die Geschwindigkeit und Geschicklichkeit mit der sich diese     "kleinen" Menschenaffen schwing-hangelnd durch ihre großzügige Außenanlage fortbewegen.

Besonders stolz sind wir in Landau auf unsere Weißscheitelmangaben, die in ihren ursprünglichen westafrikanischen Verbreitungsgebieten inzwischen sehr selten sind. Landau ist derzeit der einzige Zoo in Deutschland der sich der Erhaltungszucht dieser von der Ausrottung bedrohten Affenart widmet.

Mutter und Jungtier der KlammeraffenDas Affenhaus beherbergt außerdem noch eine große Familie der sehr possierlichen Braunkopfklammeraffen. Diese Affenart benutzt auch ihren "Greifschwanz" zum klettern. Diese besondere Fortbewegung kann sehr gut im großzügigen Klettergehegen beobachtet werden.  Als Vertreter der Krallenaffen gelten die ebenfalls seltenen Goldgelben Löwenäffchen und die Zwergseidenäffchen, die gemeinsam eine naturnahe Anlage bewohnen.

Kaiman und SchildkröteZudem finden Sie hier auch Reptilien-, Amphibien- und tropische Fischarten. So bewohnen z.B. Glattstirnkaimane zusammen mit verschiedenen Südamerikanischen Wasserschildkröten wie Höckerschildkröten und Krötenköpfen sowie Grünen Leguanen eine große Tropenanlage, die unsere Besucher durch Glasscheiben dem Regenwald ein  Stückchen näher bringt. Hier kann man durch Unterwasserscheiben Schildkröten und Kaimane beim Schwimmen und Fressen beobachten. Nebenan leben Köhlerschildkröten harmonisch mit Krallenaffen und den flinken Grünen bzw. Zwerg-Acouchis zusammen.

Eine 2001 neu erbaute Madagaskaranlage bietet ausreichend Platz für mehrere auf dieser Insel typische und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Grasgrüne Taggeckos und Madagaskar-Leguane leisten hier Madagaskar-Webervögeln, Madagaskar-Perlwachteln, Madagaskar-Turteltauben und den urtümlich anmutenden Madakaskar-Schienenschildkröten Gesellschaft, die derzeit in Europa nur in zwei Zoos gezeigt werden.

Weitere kleinere, naturnah gestaltete Terrarien beherbergen große und kleine Schlangenarten (Boas, Königspythons, Königsnattern), Bartagamen, Dornschwanzagamen, Leopardgeckos und Jemenchamäleons. Bei den urzeitlich aussehender Bartagamen können Sie oft beobachten, wie sich eine dieser Echsen "aufbläst" und kopfnickend versucht Besuchern oder Artgenossen zu imponieren.

Einige Kleinsäuger als Bewohner trockener Lebensräume, wie die niedlichen Kurzohrrüsselspringer und unseren Igeln ähnlichen Kleinen Igeltanreks leben ebenfalls im Affen- und Warmhaus. Auch wenn Tanreks unseren einheimischen Igeln sehr ähnlich sehen, so sind diese Kleinsäuger  jedoch nicht mit einander verwandt. Igeltanreks besetzen in ihrer Heimat jedoch die gleichen ökologischen Nischen wie die echten Igel.

Als Vertreter der Amphibien hüpfen winzige grell gefärbte Gelbgebänderte Pfeilgiftfrösche und Dreistreifenblattsteiger  auf der Jagd entlang an Moos und blühenden Bromelien.

Süß- und Salzwasseraquarien bieten mit wunderschön gefärbten Fischarten einen spannenden Einblick in das Ökosystem "Wasser".   Im Salzwasserbecken bewegen sich unter anderem bunte Demoisellen, zitronengelbe Doktorfische und die bekannten Clownfische anmutig zwischen filigranen Korallen und farbenprächtigen Anemonen. Unsere Salzwasseraquarien bieten so einen kleinen Einblick in die Welt der tropischen Korallenriffe, die zu den artenreichsten, aber auch bedrohtesten  Lebensräumen der Erde zählen.

Die beiden Süßwasseraquarien beherbergen einige endemische Cichlidenarten des ostafrikanischen  Tanganjikasees und verschiedene Fische aus Südostasien. Besonders interessant sind z.B. die Indischen Glaswelse, die durch ihre durchscheinende Haut auf natürliche Art und Weise einen Blick in das Innere  eines Fisches gestatten. Die eleganten, zu den Kletterfischen gehörenden, Fadenfische sind durch ein zusätzliches Atmungsorgan, dem "Labyrinth", in der Lage atmosphärische Luft zu atmen. Dieses ermöglicht es ihnen auch eher ungünstige Lebensräume zu besiedeln. 

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Aktualisiert (Samstag, 01. Mai 2010 um 14:34)