Der kleine Prinz wollte dringend noch 2025 zur Welt kommen … Am 30. Dezember durfte sich das Tierpflegeteam des Huftierreviers über einen weiteren Neuzugang freuen, als am frühen Morgen ein quicklebendiges Kälbchen bei den Prinz-Alfred-Hirschen vorgefunden wurde. Es ist bereits das siebte Jungtier, was die damit schon sehr erfahrene Mutter (selbst 2015 im Zoo Landau geboren) problemlos aufzieht. Der Gesundheitscheck am Geburtstag ergab, dass es sich um ein männliches Jungtier handelt. Das kleine Kälbchen leistet eine wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art! Der Prinz-Alfred-Hirsch zählt zu den hochbedrohten Tierarten. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist er als „stark gefährdet“ in der zweithöchsten Gefährdungskategorie gelistet. Einst auf den Visayas-Inseln der Philippinen weit verbreitet, ist die Art heute nur noch auf den Inseln Negros und Panay zu finden. Der Populationstrend ist abnehmend, die IUCN schätzt den Wildbestand auf 700 geschlechtsreife Individuen. Der Rückgang ist vor allem auf Lebensraumveränderungen durch Landwirtschaft und Waldrodung zurückzuführen. Obwohl der Prinz-Alfred-Hirsch gesetzlich vollständig geschützt ist, wird er zudem in seinem verbleibenden Verbreitungsgebiet nach wie vor intensiv bejagt, sowohl von lokalen Bauern als auch von Freizeitjägern aus größeren Städten. Die Jagd erfolgt nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts. Das Fleisch wird zwar genutzt, aber es geht auch um die reine Trophäenjagd. Der Zoo Landau ist für die koordinierte Nachzucht der Art im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP) verantwortlich, um eine möglichst stabile Reservepopulation in Menschenobhut zu erhalten.